making copyright useless

Webseite, 2019, Johannes Hassenstein

Dieses Raster entstand als Visualisierung des Infinite-Monkey-Theorems. Diese Theorie dient zum Verständnis von den Verhältnissen von Zufall, großen Zahlen und der Lebensdauer des Universums. Rein theoretisch sollte ein Affe, der zufällig und bis in alle Ewigkeit auf einer Schreibmaschine tippt, irgendwann eine vollständige Kopie von Shakespeare's Hamlet erhalten. Praktisch ist es aber so, dass selbst wenn das gesamte physische Universum mit diesen Affen gefüllt wäre, die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering wäre.

Spannend finde ich an diesem Konzept viel mehr, wie schwierig ein Verständnis von Urheberrecht in den modernen Zeiten geworden ist. Wenn ich nämlich Urheberrecht begreife als die Identifizierung des Ersten, der eine bestimmte, kreative Arbeit vollbracht hat, dann habe ich das Problem, dass sich inzwischen jede Art von kreativer Arbeit digitalisieren lässt. Folglich als Datenstrom wiederzugeben ist. Und damit bereits vorher vorhanden war.

Am besten ist das zu begreifen, wenn man sich vor Augen führt, dass Pi als unendliche Zahl jede numerische Kombination enthält. Damit jeden Datensatz und damit (theoretisch) auch jede Art von Werk, auf die man ein Urheberrecht haben kann. Damit sollte der Urheber viel mehr als der Entdecker begriffen werden.

Dieses Raster generiert zufällige Farbkombinationen im HEX Farbraum für jedes Pixel. Es ist dabei repräsentativ zu verstehen und würde im Verlaufe der Unendlichkeit jeden visuellen Eindruck irgendwann einmal wiedergeben. Da es Webseite existiert könnte es auf beliebig vielen Endgeräten laufen und damit würde die Wahrscheinlichkeit, ein bestimmtes Werk anzuzeigen stark steigen.